locker - lustig - lässig

KOMM AUCH - MACH MIT

______________________

'wici'-Ausflug zum Ballenberg




'wici'-Ausflug zum Ballenberg

Dieses Jahr, wird der 'wici'-Ausflug im Herbst, den Ballenberg besuchen. Das stand schon fest, als dort oben noch Schnee lag und das Freilichtmuseum geschlossen war. Doch dann, nach zwei Erkundungsbesuchen der Reiseleitung im Frühsommer, war der Ausflug geplant und man konnte noch vor den Sommerferien die Anmeldeformulare verteilen.
Von den Teilnehmern musste nur der Eintritt zum Ballenberg selber bezahlt werden. Die Busfahrt konnte, dank der finanziellen Unterstützung durch die Stadt Willisau und einem grosszügigen Beitrag des 'Eden-Verein' Willisau aus der 'wici'-Kasse bezahlt werden. Nebst den 'wici'-Gästen wurden auch die Besucherinnen des 'Frauentreffs Willisau' zur Reise eingeladen.
Bei Anmeldeschluss war der Bus ausgebucht und trotzdem haben alle, die mitkommen wollten, einen Platz bekommen.

So versammelten sich am Samstagmorgen die rund vierzig Reiseteilnehmer pünktlich beim Eurobus neben der Festhalle. Ein Drittel davon waren Kinder, mit Rucksack, guten Schuhen und Regenjacke perfekt angezogen. Ob das Wetter wohl halten würde? Das war die zentrale Frage, denn wir waren im Ballenberg ja mehrheitlich draussen unterwegs. Aber das Wetter war trocken, manchmal zeigte sich sogar ein wenig die Sonne.

Auf der anderthalbstündigen Fahrt durch den Kanton Nidwalden, entlang dem Vierwaldstättersee,  Sarnersee und dem Lungernsee zeigte sich bereits eindrücklich, dass unsere heutige Reise durch eine der schönsten Gegenden der Schweiz führen würde. Den kurvenreichen Brünigpass meisterte unser Chauffeur, Dany Meier, mit seiner Erfahrung problemlos. Kurz nach der Passhöhe war unser Ziel, der Eingang Ost, auch schon erreicht.
Wie erhofft waren um zehn Uhr die Tickets verteilt und die Besucher aus Willisau konnten losmarschieren.



Gespannt und erwartungsfroh freute sich die multikulturelle Gruppe auf eine abwechslungsreiche Erkundungstour durch das Freichlichtmuseum, das die schweizerische Wohn- und Arbeitswelt im ländlichen Gebiet der letzten Jahrhunderte dokumentiert. Es zeigt, wie die dörfliche Bevölkerung der Schweiz früher gebaut, gewohnt, gelebt, gearbeitet und ihr Brauchtum gepflegt hat. Über einhundert konservierte Originalbauten aus allen Landesteilen der Schweiz, gepflegte Wiesen, Felder und Gärten, 250 Bauernhoftiere und Vorführungen von traditionellem Handwerk bereichern das Museum und machen es einzigartig. Es wird jährlich von über 230'000 Personen besucht. 



Die Reiseleitung hatte eine interessante Route quer durch das weitläufige Ausstellungsgelände festgelegt. Man konnte daran teilnehmen und den Erklärungen lauschen oder auf eigene Faust und im individuellen Tempo das Museumsgebiet erforschen. Dank dem erhaltenen Plan mit Zeitangaben konnte man immer wieder zur Gruppe stossen und jeder wusste auch, wo genau das gemeinsame Mittagessen stattfand oder der Bus zur Heimfahrt wartete.





Gleich zu Beginn des Rundganges wurden verschiedene mit Wasser betriebene Mühlen besichtigt. Besonders interessiert wurden sie von den eritreischen Begleitern studiert, denn in Afrika kommen die selten vor.
Hingegen ist das Weben auf dem Webstuhl, das Töpfern, die traditionelle Schmiede und auch die Käseherstellung über dem offenen Feuer im Kupferkessel in den Herkunftsländer der meisten Migranten noch heute auf dem Land üblich. Es war interessant zu erfahren, wie wenig sich diese traditionellen Handarbeiten und auch die benötigten Werkzeuge in Afghanistan, Somalia, Syrien, Iran oder Eritrea unterscheiden. Nur beim Holzschnitzen zeigen sich Unterschiede bei den Motiven.



Dank dem guten Wetter, konnten wir im Freien Picknicken. Während die einen eine Wurst auf dem Feuer grillten oder Sandwich assen, packten andere halbe Menus aus. Aber gerade diese kulturellen Unterschiede machen den Reiz unserer Gemeinschaft aus.



Die Kinder waren schnell mit dem Essen fertig. Denn es wartete auf sie ein mystischer Zwergenkeller, verschiedene Streicheltiere, Spielgeräte und ein nostalgisches Karussell. Eine Fahrt für alle Kinder wurde von Susanne spendiert. Der grosszügige Betreiber hatte an der illusteren Kinderschar solch eine Freude, dass er ihnen gleich noch drei weitere Gratis-Fahrten ermöglichte. 


Nach dem Mittagshalt und dem Besuch des ältesten Hauses im Ballenberg von 1336, wanderte man ins östliche Mittelland, einem kleinen historischen Dörfchen mit der wasserbetriebenen Sägerei, der Knochen- und der Leinsamenstampfe und dem Waschhaus mit einem Schulzimmer mit Schiefertafeln aus meiner Zeit. Das stattliche Weinbauernhaus beherbergt heute auch einen altmodischen Coiffeursalon.



Gegen halb drei Uhr näherte man sich bereits dem Ausgang West. Aber zum Glück blieb noch eine weitere Stunde, denn das Rauchhaus mit vielen Würsten, die wunderbare alte Drogerie und das armselige Taglöhnerhaus warteten noch.
Die Kinder waren schon längst im Tiergarten oder bastelten mit Holz. Manche der Reisegruppe stöberten auch im Laden mit den Ballenberger-Spezialitäten oder gönnten sich einen Besuch im Restaurant. 



Pünktlich um halb vier versammelten sich alle vor dem 'Bären' und genau so pünktlich traf auch ein ganz kurzer Regenguss ein. Doch der kümmerte uns nach diesem trockenen Tag wenig, denn um vier Uhr fuhr der Bus in Richtung Willisau ab. Dem atemberaubend schönen Brienzersee und Thunersee entlang ging die Heimreise und nahm dann den Weg durchs Emmental und durchs Entlebuch. Wegen einigen Baustellen dauerte die Heimfahrt etwas länger als geplant, doch noch vor sieben Uhr waren alle – zum Teil etwas müde aber zufrieden, wieder Zuhause.



Herzlichen Dank an alle, die diesen schönen und erlebnisreichen Tag ermöglicht haben, nicht zuletzt auch Dany Meier, unseren Chauffeur.
Es scheint allen gut gefallen zu haben – das schliesse ich aus der oft gestellten Frage, wohin es denn das nächste Jahr gehen werde.




Alle Fotos auf den Collagen 
und einige andere dazu, können 
HIER 
einzeln heruntergeladen werden.


 ®


Feier zum 2. Geburtstag



Vorschau:

Am nächsten Donnerstag, 
21. September 2017
feiern wir im 'wici'
Geburtstag.

Denn unser beliebtes
Integrations- und Begegnungs-Café
wird bereits zwei Jahre alt.

Komm doch auch!
Es erwartet uns eine 
eritreische Kaffeezeremonie
und dazu eine bunte Auswahl
an Süssem und Pikantem,
aus den Herkunftsländern
unserer multikulturellen
Gästeschar.

Alle sind im 'wici'
jederzeit herzlich willkommen:
Frauen, Männer, Kinder -
ob jung oder alt,
Einheimisch oder Zugezogen,
und ganz besonders freuen wir uns 
auch immer über neue Gäste.


Übrigens:
Das ist unsere neue, herbstliche
Tischdekoration:
 Herzlichen Dank, Susanne


®


Veranstaltungs-Hinweis: Willisauer Schuldienste




Veranstaltungs-Hinweis:

Am 19. und 26. Oktober findet 
ein wichtiger Kurs für
Eltern mit Kindern aller Nationalitäten
im Alter von 2 bis 4 Jahren statt.

Basteln-Spielen-Bewegen

Bei diesem Kurs lernt man die 
Willisauer Schuldienste kennen.
Das ist wichtig!


Bitte meldet euch sofort an,
wenn ihr Kinder im Alter 
von 2 bis 4 Jahren habt.

Das Anmeldeformular 
mit allen Informationen kann man
herunterladen, ausdrucken und ausfüllen
und sofort in den Briefkasten werfen.


Übrigens:
Im Internationalen Frauentreff 
vom 14. September 2017
(19.30 Uhr, Zehntenplatz 2)
wird ausführlich über diesen
Kurs und die Schuldienste
informiert! 


®




Veranstaltungs-Hinweis:

Am 24. August 2017 besucht
Bernhard Bucher 
das 'wici':

Wie lernt man 
einen Beruf?

In der Schweiz arbeitet man in der Lehrzeit. 
Man geht aber auch in die Schule.

Bernhard Bucher wird uns erklären, 
wie das genau geht.
Auch werden wir erfahren, 
wozu die Oberstufenschüler/-innen am 
13.09.2017 eingeladen sind.


Organisiert wird dieser interessante Anlass von
Christine Demel, Pastoralassistentin
der Pfarrei Peter und Paul in Willisau
Sie freut sich auf euer Kommen

© Bild von: 3dman_euLizenz: CC0 / by: pixabay

(CD)

Erinnert ihr euch noch?




Erinnert ihr euch noch?

Bild antippen um Video zu starten

Bereits einen Monat ist es her,
seit unseren grossartigen
Begegnungsfesten.
Schön war die Zeit!

Herzlichen Dank 
Zarah und Akbar
für euer Video.







®



Martina – unsere Betreuerin im Kinderhort



Martina – 
die Betreuerin im 'wici'-Kinderhort
– ein Interview


Martina, wir freuen uns, dass du seit einigen Wochen unseren Kinderhort im 'willisauer café international' betreust. Gerne möchten wir dich hier etwas vorstellen und ein bisschen über dich erfahren


Reto:        Martina, wie bist du auf das 'wici' aufmerksam geworden?
Martina:  Ich habe im Willisauer Boten den Artikel von Mengsteab gelesen und bin daraufhin auf die Homepage vom 'wici'.



Reto:       Was hat dich beim Lesen motiviert, das 'wici' zu besuchen?
Martina:  Ich hatte bemerkt, dass ich keinen direkten Kontakt zu Flüchtlingen habe und wollte dies ändern. Vielleicht trage ich ja ganz einseitige Vorstellungen und Gedanken in mir? Auf der Homepage wurde das Chorprojekt vorgestellt. Das hat mir gefallen.

Reto:       Dann bist du zum ersten Mal ins 'wici' gekommen…?
Martina:  Ja, am 1. Juni 2017. Im 'wici' habe ich erfahren, dass jemand für die Betreuung der 'Kinderhüeti' gesucht wird.

Reto:       Glücklicherweise hast du dich dann dafür entschieden und bereits zwei Wochen später angefangen.
Hast du, Martina, bereits Erfahrung mit Kindern?
Martina:  Mein Beruf ist es, Kindern mit Handicap und ihren Familien zu helfen. Auch nach über 30 Jahren fasziniert mich die kindliche Entwicklung. Es ist schön, wenn alle Schritte von alleine kommen.

Reto
:      Was ist deine Motivation für die Kinderhüeti im 'wici', die sich von deinem Beruf doch etwas unterscheidet?

Martina:  Ich möchte die Eltern in dieser Zeit entlasten, damit sie auf Erwachsenenebene ungestört im Café, wenn möglich auf Deutsch, kommunizieren können. Es ist wunderbar, dass alle Kinder auf der ganzen Welt die gleichen Bedürfnisse und Arten des Spiels zeigen, unabhängig von Religion, Sprache , Hautfarbe, Land usw. Wenn sie im 'wici' zusammenspielen, können alle voneinander lernen, auch ich. Es ist mein Wunsch, dass diese kindliche Erfahrung später hilft, anderen Menschen unvoreingenommen zu begegnen.

Reto:       Was ist dir, Martina, besonders wichtig bei der Betreuung im 'wici'-Kinderhort?
Martina:  Ich möchte die Kinder im Spiel möglichst selbständig machen lassen. Die Kinder jedoch individuell unterstützen, wenn sie das wünschen. Auch ist es mir wichtig, dass sie Konflikte friedlich lösen lernen und, dass sie sich an ein paar grundlegende Regeln im 'wici'-Kinderhort halten.

Reto:       Welche Grundregeln sind das?
Martina:  Wir helfen einander, auch beim Aufräumen. Jeder, ob gross oder klein, hat die gleichen Rechte – Eltern sind herzlich willkommen. Wir beschimpfen und schlagen uns nicht, wir teilen und wir machen nichts kaputt.
Nicht in den Gängen herumrennen! Weil sonst die übrigen Benützer des Pfarreiheims, insbesondere die beiden Kindergärten, gestört werden.

Reto:      Über diese einfachen Regeln bin ich sehr froh, Martina. So können wir Reklamationen verhindern und unser gutes Verhältnis im Pfarreiheim weiter pflegen.

Wir haben auch vereinbart,
dass die Kinder ausserhalb des
Kinderhortes (im Blauringraum)
sich NICHT unter deiner Obhut aufhalten.
Zum Beispiel
im Saal, im Garten oder auf dem Parkplatz
müssen die Mütter die Aufsicht und Betreuung
selber übernehmen!

Auch muss betont werden,
dass die Kinder im 'wici' (auch im Kinderhort)
NICHT versichert sind,
das ist Sache der Eltern.



Ganz herzlichen Dank, Martina, dass du unseren 'wici'-Kinderhort betreust. Du bist für die Besucherinnen und die 'wici'-Leitung eine grosse Entlastung. Es ist wohltuend, dass es im Pfarreisaal bedeutend weniger laut ist, seit wir wieder eine Kinderhüeti in einem separaten Raum haben.
Danke für dieses Interview, Martina.


®/MP

wici -Ausflug 2017 Besuch im Ballenberg



'wici'
Ausflug
2017
Besuch im Ballenberg




Historische Häuser
spannendes, altes Handwerk
schöne Gärten und Landschaften
über 250 Bauernhoftiere 
alles in einem Museum unter freiem Himmel

am Samstag 
16. September 2017


Programm:
- Abfahrt um 08.15 Uhr 
      auf dem Parkplatz Festhalle Willisau
- Fahrt mit dem Bus über den Brünigpass
- Rundgang durch den Ballenberg
     (Wer möchte, mit Informationen von Reto)
- Besuch von Handwerksvorführungen.
- Mittagessen aus dem Rucksack 
    (Picknick: Das Essen bringt jeder selber mit!) 
- Rückreise um 16 Uhr 
    (mit Rundfahrt um den schönen Brienzersee)
- Ankunft in Willisau ca. 18.30 Uhr


Zum Vergrössern: Doppelklick

Kosten:   
Erwachsene (ab 16 Jahre):   Fr. 18.00
Kinder         (bis 15 Jahre):  Fr.   6.00
Inbegriffen sind die Busfahrt nach Brienz und zurück und der Eintritt ins Freilichtmuseum Ballenberg
Achtung: Die Reise muss direkt bei der Anmeldung bezahlt werden. Bei Absage oder Nichterscheinen gibt es KEIN Geld zurück.


Dieser sehr günstige Preis für die Reise 
ist nur möglich dank der
grosszügigen Unterstützung:
der Stadt Willisau, des Kantons Luzern und 
einem Beitrag vom 'Eden Verein Willisau'
Herzlichen Dank


Zum Vergrössern: Doppelklick
 
Alle 'wici'-Gäste und 
auch die Besucher des Frauentreff Willisau 
sind zu dieser Reise herzlich eingeladen.
 
Anmeldung:    
Jeden Donnerstag (bis 10. August) im 'wici' 
(zwischen 14 und 16 Uhr). Sofort anmelden!
Es hat nur 40 Plätze, dann ist der Bus voll! (Bitte Geld mitbringen!) 

Auskunft und Anmeldung bei Reto Danuser 


Wir freuen uns auf einen gemütlichen, erlebnisreichen Tag
mit einer bunt gemischten Gruppe.


mit weiteren wichtigen Hinweisen
https://drive.google.com/open?id=0B2pjG48eGmcbWTdhbXhKRDZLMFU
Zum Vergrössern: Doppelklick

Singen verbindet – die Begenungsfeste – ein Erfahrungsbericht



Singen verbindet

Das war ein Motiv des 'Projektchor Willisau' für das Chorprojekt 'INTERNATIONAL'.  Die beiden Begegnungsfeste in Willisau und Reiden, als Beitrag zur kantonalen Aktionswoche 'Asyl', haben das eindrücklich auch bestätigt. Auch wenn man erst wenig Gemeinsames hat, die Sprache kaum spricht, anderes isst, anders aussieht oder angezogen ist. Die Musik, das Singen verbindet  alle Menschen dieser Welt.


 In nur sechs zweistündigen Proben wollte die musikalische Leiterin, Moana Labbate, ein stündiges Chorprogramm mit Liedern aus aller Welt zur Aufführung bringen. Nach der ersten Probe hatte ich so meine Zweifel. Fünfzig Singende – geübte und ungeübte, verschiedene Sprachen, ungewohnte Tonfolgen, unterschiedliche Herkünfte, andere Mentalitäten und Gewohnheiten – das zu Verbinden konnte nicht einfach sein. Doch unter der professionellen Leitung von Moana entstand schnell etwas Gemeinsames, Harmonisches und Rhythmisches, das man Vortragen konnte. 

Wie viele Besucher würden am Samstagabend in Willisau kommen? Ich hoffte auf etwas über Hundert – weit mehr als das Doppelte drängte sich dann an diesem schwülen Sommerabend ins Rathaus mitten im Städtchen. Mehr Stühle! – und überall zu wenig Platz, im Saal, auf und vor der Bühne und auf den fünf grossen Tischen für das internationale Schlemmerbuffet. So sass man halt auch auf dem Boden, stand an den Wänden und in den offenen, breiten Eingangsportalen. Mancher hörte auch von draussen zu und drinnen auf der Bühne, rückte man einfach etwas zusammen. Viele bekannte Gesichter – Migranten und Einheimische, Familie, Freunde und Nachbarn. Besucher/innen vom 'wici' und dem Frauentreff. Mitglieder/innen vom Projektchor oder aus anderen Willisauer Chören und Musiken und Vertreterinnen von der Stadt und den Kirchgemeinden. Das ist ein Zeichen der Wertschätzung. Das ehrt uns, die wir uns für die Integration einsetzen, das gibt Kraft und Hoffnung – Integration in Willisau funktioniert und Singen verbindet – es lebe die Musik.


Viva la Musica, mit diesem Lied aus Italien begann unser Vortrag, nachdem das Alphorn von Jörg Wisler mit urchigen Naturtönen zum Singen und Zuhören aufgerufen hatte. Lieder aus West-Afrika, aus Finnland, aus England, aus Spanien und Afganistan. 'Maienwind am Abend' brachte kein kühles Lüftchen auf die Bühne, aber 'Banuwa', mit seiner rhythmischen Arm-Akrobatik mich aus dem Takt.
Leona, traditionell albanisch gekleidet, tanzte vor. Lya Bayru, eine bekannte Sängerin im Heimatland, sang für uns mit zarter Stimme 'Alaleie'. Ihre eritreischen Mitflüchtlinge begleiteten sie und auch der Saal klatschte mit. Ein schönes Liebeslied vorgetragen von aparten Frauen in wunderschönen, farbigen Festtagskleidern. Dazu Mengsteab, mein Freund, stattlich ganz in Weiss. Nur das traditionelle Stöckchen in seiner Hand machte mir etwas Angst. Auch die Geldnote, die er der Sängerin auf die Stirne klatschte, so wie es in afrikanischen Ländern üblich ist, wirkte auf mich ebenfalls etwas befremdlich. Doch auch das ist Integration, dass wir uns mit dem Fremden, dem Ungewohnten und deren Traditionen auseinander setzen.


Singen verbindet, auch was die Kleidung betrifft. Luzerner Tracht, traditionelles albanisches Gewand, afrikanische Festkleidung und Schweizer Sommermode, alles passte irgendwie zusammen und geschwitzt hat man in allem. Und dann die Frisuren der eritreischen Frauen – sicher nicht immer praktisch, aber wunderschön gelockt.
Die Mitsingenden aus Afghanistan und Iran sangen dann in ihrer gemeinsamen Sprache 'Dari' und wir wiederholten den Refrain – das war gar nicht so einfach. Das hätte bei den bekannten Mani-Matter-Lieder, die Pius Kunz vorgetragen hat, besser funktioniert – aber er sang solo. Wir hingegen ruderten noch ein Boot aus England (Row your boat) und lobten mit 'Yemaja' aus Westafrika, die Göttin des Meeres. Mit 'Jan dan duja' haben wir in die weite, kahle Landschaft von Finnland gerufen und mit 'Banuwa' aus Liberia, setzt man auf Weine statt auf die schönen Mädchen. (Vielleicht bin ich darum ständig aus dem Takt gefallen).




Die kurdische Musikgruppe 'Peldan' aus der Region Bern-Biel brachte uns mit ihren Instrumenten – oud (arabische Laute) und Tambur (gezupfte Langhalslaute)  – die traditionelle kurdische Musik näher. Jan Hoto konnte sie für Willisau begeistern. Als Kontrast, Markus Amrein und Pius Kunz mit Schwyzerörgeli und Kontrabass. Danach sangen wir südafrikanisch 'Hambani kahle', das heisst „Gehen wir in Frieden den Weg, den wir gekommen sind“, dabei war gar noch nicht Schluss. Denn nun zeigten mir die Singenden vom Projektchor wie es tönt, wenn man Talent hat und viel probt.  Mit dem abschliessenden 'Buurebüebli' verbanden sich alle im Rathaus wortwörtlich – „noch vüra, noch hindra, noch rechts, noch links…“

 
Ich meine, wir haben unsere Sache gut gemacht und unsere Ziele erreicht. Wir hatten viel Spass bei den Proben und wir sind uns alle etwas näher gekommen. Auch die beiden Aufführungen waren ein grosser Erfolg und unsere Zuhörer haben begeistert geklatscht. Ein besonderes Lob gilt den Jüngsten, sie haben immer toll mitgemacht. Ihre Unbekümmertheit hat die Herzen aller im Sturm erobert.


Singen verbindet – und gibt Durst und Hunger.  Also auf zum reichhaltigen Buffet. So viele Spezialitäten aus so vielen Ländern, bei sechzehn habe ich aufgehört zu zählen. Ich als früherer Koch war ganz begeistert. Da haben sich ganz viele – ich nehme an, es waren vor allem Frauen, unter der Leitung von Karin Leichtle vom Frauentreff – sehr viel Mühe gegeben. Ganz herzlichen Dank!
Doch nun war etwas Geduld gefordert. Denn das Gedränge um die Tische mit den Platten und Schüsseln war lange Zeit sehr gross.
Alles war schön beschriftet. Da wollte man lesen, probieren, diskutieren und fragen, während mein Magen knurrte. Aber die Somalierinnen, alles Muslima, mussten auch noch bis halb zehn mit dem Essen warten. Erst dann ging der Ramadan für dieses Jahr zu Ende. Also, auch der Hunger verbindet – in allen Religionen knurrt der Magen gleich.
 'Zigni' und 'Injera' aus Eritrea, Tomaten mit Feta aus Griechenland, 'Sheqer', Pikantes aus Albanien, Gemüsekuchen und Schnittchen mit Aufstrich aus verschiedenen Ländern, Gemüsestängeli mit Saucen, 'Kurdisches Backlava', 'Unkurabi' aus der Türkei, 'Rüeblitorte' aus dem Aargau, 'Kokoskuchen' aus Serbien, Früchte aus Afrika und Süssspeisen aus Somalia. So viele unbekannte Gerichte und Häppchen im Gaumen, verschiedenste Geschmackskombinationen auf der Zunge und fremdartige Düfte in der Nase – ein Fest der Sinne! Zum Schluss nahm ich dann noch etwas 'Magenbrot', man kann ja nie wissen…


 … denn auch am nächsten Tag gab es wiederum ein reichhaltiges Buffet, beim zweiten Auftritt in Reiden. Die dortige Integrationsgruppe war Partner beim Projekt und hat am Sonntagabend ebenfalls zum Begegnungsfest geladen. Auch dort warteten schon viele Leute, als ich endlich das Richtige der vier gleichnamigen Gebäude gefunden hatte. Das Einsingen war schon halb vorbei. In Reiden begleitete uns ein Dudelsackspieler und ein Rapper in Italienisch. Auch unser ein Auftritt ist wieder gelungen – man könnte sich jetzt bald daran gewöhnen – und wieder erwartete uns ein tolles internationales Buffet, draussen bei schönstem Wetter.

Es waren zwei herrliche Begegnungsfeste und ein toller Betrag von Willisau und Reiden zur kantonalen Woche 'Asyl'. Ganz herzlichen Dank und ein grosses Kompliment allen, die das ermöglicht und in irgendeiner Form mitgeholfen haben. Wenn man sich verbindet, erreicht man sehr viel. Das war eindrücklich!

Nun stellt sich bereits die Frage: „Und was machen wir im nächsten Jahr in der 'Asyl'-Woche?“
Zum Glück haben wir noch etwas Zeit.
Zuerst geniesse ich nun noch etwas die vielen schönen Eindrücke und Erinnerungen – die Auftritte, die Begegnungen, die Gaumenfreuden und den Applaus.
Denn auch heute klingt es noch nach: Banuwa, Banuwa, Banuwa yo… im Kopf und ein bisschen Wehmut im Herzen.
 

© Bericht: Reto Danuser Fotos: Susanne Kurmann

Fotos vom Fest
Über 100 Fotos vom Fest in Willisau  
kann man HIER ansehen und 
wenn man möchte herunterladen. 
Herzlichen Dank an Susanne.


®

"Afrikanisches Trillern ist zum Juchzen"






Auch der Willisauer Bote berichtet unter dem Titel
"Afrikanisches Trillern ist zum Juchzen"
über die beiden Begegnungsfeste
des Chor-Projektes 'INTERNATIONAL'


Ganz herzlichen Dank 
an Monika Fischer und den 'Böttu'
für diesen tollen Bericht 


®


«Wir möchten es gut haben miteinander»




«Wir möchten es 
gut haben miteinander»

Unter diesem Titel berichtet die Luzerner-Zeitung HIER, ausführlich über das 
Chor-Projekt 'INTERNATIONAL', an dem sich auch das 'wici' beteiligt. 
https://drive.google.com/file/d/0B2pjG48eGmcbQjB5MzVveGwyYTg/view?usp=sharing
Der ganzen Bericht findet man HIER 

Ganz herzlichen Dank, Susanne Holz, für diesen tollen Bericht!



Das gestrige Begegnungsfest in Willisau mit der ersten Chor-Aufführung zum Start der kantonalen Aktionswoche 'Asyl' war ein ganz grosser Erfolg. Der Rathaus-Saal war zum Bersten voll. Viele mussten den Gesangs- und Musik-Darbietungen stehend vor den geöffneten Eingangs-Portalen zuhören.




Wer das eindrückliche Fest verpasst hat, hat heute Sonntag-Abend (25. 6.) noch eine letzte Chance uns live singen zu hören und die tolle Stimmung mitzuerleben –  
um 19 Uhr in der 
Aula Johanniter IV in Reiden.
(Wer eine Mitfahrgelegenheit braucht,
kommt um 18 Uhr
auf den Zehntenplatz in Willisau)


Ein kurzer Bericht über dieses gelungene Fest, organisiert vom Projektchor Willisau – das riesige Schlemmerbuffet mit Spezialitäten aus den Herkunftsländern unserer Migrantinnen und Sängerinnen, organisiert vom Frauentreff Willisau und ein Stimmungsbild aus der Sicht eines Sängers vom 'wici', findet man in der nächsten Woche, zusammen mit vielen Fotos hier auf unserer Webseite.



®

Bitte nicht vergessen: Begegnungsfest





Bitte nicht vergessen: 

Internationales Begegnungsfest
mit der Chor-Aufführung 'International'.


Am nächsten Samstag, 24. Juni, um 19 Uhr 
im Rathaus Willisau und
am nächsten Sonntag, 25. Juni um 19 Uhr 
in der Aula Johanniter IV in Reiden
findet unser internationales Begegnungsfest 
mit Musik, Gesang, Essen und Trinken statt.

Der Projektchor Willisau hat unter der Leitung 
von Moana N. Labbate
gemeinsam mit Geflüchteten, Zugezogenen und 
Einheimischen aus der Region,
wochenlang Lieder aus aller Welt einstudiert.

Nun sind wir bereit und laden Euch alle, 
- als Auftakt zur kantonalen Aktionswoche 'Asyl' -
herzlich zu unseren beiden öffentlichen Aufführungen ein.

An diesem Integrations-Projekt 
des 'Projektchors Willisau' 
beteiligen sich neben dem 
'willisauer café international' auch 
der 'Internationale Frauentreff Willisau'
und die 
'Integrationsgruppe Reiden und Umgebung'.

Wir freuen uns auf euch!



®

Zeitplan und Programmablauf für die Begegnungsfeste




Chorprojekt 'INTERNATIONAL'

Der Zeitplan und der Programmablauf
für unsere beiden Begegnungsfeste am kommenden Wochenende:

https://drive.google.com/open?id=0B2pjG48eGmcbbUxwQVpySGpWVkk


Xhamadani vija vija.
Hier findet man das albanische Lied 
(Klavierversion von Moana N. Labbate) und 
hier den Liedtext zum Üben
(Version: Elvana Gjata, Flori Mumajesi, Mentor Haziri)


Nicht vergessen:

Wir treffen uns am
Samstag, 24. Juni 
um 17.45 im Rathaus Willisau
zur Chor-Hauptprobe Chor

Bitte ALLE und PÜNKTLICH kommen!



®

Alaleie - ein eritreisches Lied





Alaleie

vorgetragen von den eritreischen Frauen
aus unserem Chor-Projekt INTERNATIONAL

https://drive.google.com/open?id=0B2pjG48eGmcbZUgxN0ZwUXVEQTQ
 Link zur Aufnahme: Alaleie 
 
Dieses Lied und viele weitere Lieder aus aller Welt
singen wir an unserem 
Begegnungsfest
mit Musik, Gesang, Essen und Trinken

am
Samstag 24. Juni um 19 Uhr 
im Rathaus Willisau

und am
Sonntag, 25. Juni um 19 Uhr
in der Aula Johanniter IV in Reiden 


Komm auch vorbei
und habe Spass mit uns!

Liedtexte für das Chorprojekt 'INTERNATIONAL'



Eine vorläufige Zusammenstellung der Liedtexte
für das Chorprojekt 'International'
findet man hier:

Liedtexte Projektchor 'International'


Die Liedtexte können mit einem 'Doppelklick' 
auf das Signet des Projektchores
angesehen, heruntergeladen und ausgedruckt werden.



®

Flyer Chorprojekt International




Der Flyer 
vom Chorprojekt INTERNATIONAL
für die beiden öffentlichen Aufführungen 
in Willisau und Reiden ist zum Verteilen bereit.

Bitte bedient Euch bei der nächsten Chor-Probe
am Mittwoch, 7. Juni im Rathaussaal
oder danach, bis zu den Aufführungen,
auch im 'wici'.

Flyer: Aufführungen des Projektchors in Willisau und Reiden
Der Flyer kann mit einem 'Doppelklick'
zum Weiterverteilen auch gerne
heruntergeladen werden.



Sarzamin e Man (Mein Heimatland) von Dawood Sarkhoshs



Liebe Sänger/-innen des Chor-Projektes 'INTERNATIONAL'

Wie versprochen, hier der Link zum Video des 
Afghanischen Liedes:
Sarzamin e Man  
(Mein Heimatland)
von Dawood Sarkhoshs 



und hier der Text zum Lied:
Be ashyana gashtam
Khana ba khana gashtam
Be tu hamesha ba gham
Shana ba shana gashtam

Ishqe yagana-e man
Az tu neshana-e man
Be tu namak nadarad
Sheher o tarana-e man

Sar zamin-e man
Khasta khasta az jafaye
Sar zamin-e man
Be sorood o be sadaye
Sar zamin-e man
Dardmand be dawaye
Sar zamin-e man

Sar zamin-e man
Ki ghame tu ra soroda?
Sar zamin-e man
Ki rahe tura goshoda?
Sar zamin-e man
Ki ba tu wafa namoda?
Sar zamin-e man

Mah o setara-e man
Rahe dubara-e man
Dar hama jaa namesha
Be tu gozara-e man

Ganj tura rabodand
Az bahre ashrat khod
Qalbe tura shekasta
Har ke ba nobat-e khod

Sar zamin-e man
Khasta khasta az jafaye
Sar zamin-e man
Be sorood o be sadaye
Sar zamin-e man
Dardmand be dawaye
Sar zamin-e man

Sar zamin-e man
Mesle chashem in setara
Sar zamin-e man
Mesle dasht por ghobara
Sar zamin-e man
Mesle qalb daghdara
Sar zamin-e man
Sar zamin-e man

Die nächste Probe des 
Chorprojektes 'INTERNATIONAL'
findet am 
Mittwoch 7. Juni
um 19.15 Uhr
im Rathaus-Saal Willisau statt

®

Erste Probe des Chor-Projektes «International»




Erste Probe 
des Chor-Projektes «International»


Erfreulich – an die fünfzig Personen trafen sich am Montagabend zur ersten Probe des Chor-Projektes «International» im Rathaus Willisau. Weit mehr, als ich erwartet habe.
Ein Drittel etwa, waren Migrantinnen und Migranten aus Willisau, Reiden und den umliegenden Gemeinden. Die übrigen, etwa zu gleichen Teilen, sind Mitglieder im Projektchor oder Interessierte von überall her.

Von Beginn weg führte die Dirigentin Moana N. Labbate mit sichererer Hand die interkulturelle Gesangsgruppe auf unterhaltsame Weise von Lied zu Lied – eingängige Melodien aus aller Welt, einfache Texte in verschiedenen Sprachen und trotzdem nicht leicht, die ungeübten Singenden im Takt und in der richtigen Tonlage zu halten.
Aber es ist doch erstaunlich, was unsere professionelle Chorleiterin in den kurzweiligen zwei Stunden aus dieser bunt gemischten 'Laien'-Gruppe hervor brachte. Zum Teil sangen wir achtstimmig – nicht perfekt zwar, aber dafür mit ganzem Herzen.





Natürlich gab es auch eine Pause, in der man sich untereinander kennenlernen konnte und auch im Anschluss an die Probe gab es am Getränkebuffet dazu noch Gelegenheit. Denn das 'Gesellschaftliche' und der gegenseitige Austausch ist nebst dem Singen ein besonders wertvoller Beitrag des Projektchores zur Integration von Flüchtlingen.




In sieben weiteren Proben wird nun das Liedgut bestimmt, die Tonlage gefestigt, der Rhythmus abgestimmt und die beflügelnden Lieder gelernt.
Dann sind wir hoffentlich bereit für den grossen Auftritt bei den beiden öffentlichen Aufführungen in Willisau und Reiden im Juni.

Ich freue mich auf die weiteren Proben und werde euch hier gelegentlich über unsere Fortschritte auf dem Laufenden halten.…

Wer jetzt Lust bekommen hat und auch mitsingen möchte, hat am nächsten Montagabend 8. Mai noch eine Gelegenheit dazu – um 19.15 Uhr im Rathaus Willisau.




Alle Angaben zum 
Chorprojekt «International»
mit den Probe- und Aufführungs-Daten
in neun verschiedenen Sprachen
findet man
 HIER
®

Radio Brhan – das Schweizer Radio in Tigrinya



Radio Brhan,
das Schweizer Radio in Tigrinya

Seit einem Jahr gibt es in der Schweiz ein Radio, das in Tigrinya sendet:
'Radio Brhan'
«brhan» bedeutet Licht, Klarheit, Helligkeit auf Tigrinya, der Sprache, die vor allem in Eritrea gesprochen wird. Dort ist Tigrinya, von neun Nationalsprachen, die am meisten gesprochene. Aber sie ist auch in Teilen von Äthiopien verbreitet.

Das Radio aus Zürich, das jeden vierten Samstag von 13 – 14.30 Uhr auf dem Privatsender 'LoRa' live ausgestrahlt wird, kann auch auf Facebook  oder Youtube als Podcast in der ganzen Schweiz jederzeit gehört werden.



In der Sendung sollen Alltagsthemen angesprochen werden. Und die siebenköpfige Redaktion hat sich auch zum Ziel gesetzt, vor allem auch Integrationsthemen anzusprechen. So finden sie klare Worte für die Rechte und Pflichten von Zugewanderten, besonders aus dem Blickwinkel der Eri­t­re­er/innen. Die jungen Migranten liegen den Machern dabei besonders am Herzen. „Vor allem ihnen müsse man klarmachen, was für alle Migranten gelte: hart arbeiten, viel lernen, sich gut integrieren und die Gesellschaft respektieren. Sie müssten das System kennenlernen, um sich weiterzuentwickeln“, erklären sie in einem Interview mit der NZZ.
Daneben gibt es auch Unterhaltung, Humor, Kultur und verschiedenste Musik. Auch einigen Nachrichten werden gesendet, aber es wird keine Politik gemacht.

Die Webseite von Radion Brhan findet man HIER 
Alle bisherigen Sendungen kann man sich auf Facebook HIER
oder auch auf Youtube HIER  anhören
Ein TV-Beitrag in der SRF-Sendung 'Schweiz aktuell' kann man HIER sehen.





®








Das Fahrrad - ein wichtiges Verkehrsmittel bei unseren Gästen





Das Fahrrad
 

ist für viele unserer 'wici'-Gäste ein wichtiges Transportmittel. 
Sie kommen mit dem Velo aus den umliegenden Dörfern in unser Café oder in die Deutsch-Sprachbegleitungen. Manche fahren über eine halbe Stunde lang zu uns. Einige wohnen auch abgelegen, weit ausserhalb der Dörfer und da ist das Fahrrad auch zum Einkaufen oder für Besuche wichtig. 
Also ein wertvoller Besitz für viele, dem aber leider manchmal auch die Luft ausgeht. Solche Reparaturen sind für die Asylbewerber mit einem kleinen Budget eine grosse finanzielle Belastung. Da ist es von Vorteil, wenn man den Reifen selber flicken kann.

Aber, wie flicke ich einen Veloschlauch?
Ich habe ein kurzes Video vom 'Beobachter' gefunden, das zeigt, dass es gar nicht schwierig ist, den Schaden selber zu reparieren. Das nötige Schlauchflickzeug erhält man bereits für 3 - 4 Franken  

(zum Beispiel im 'Jumbo')
.
 



Für meine 'Schüler' in der Deutschbegleitung habe ich zudem
die wichtigsten Bestandteile des Velos auf einer Liste zusammengestellt:




 Zum Vergrössern: Antippen
Herunterladen: HIER


Damit das Velofahren für alle Verkehrsteilnehmer sicher, ungefährlich und angenehm ist, braucht es nun noch Kenntnisse über ein paar Verkehrszeichen und die wichtigsten Verkehrsregeln:

Zum Vergrössern: Antippen
Herunterladen: HIER



Übrigens,
bei uns im Café gibt es reflektierende 
Clips für die Velo-Speichen, damit man auch bei Dämmerung gut gesehen wird. 
Denn keiner bremst für Unsichtbare


Viel Spass beim Velofahren und beim Deutschlernen.


Die bfu-Broschüre:
Radfahren – Sicher im Sattel
kann HIER heruntergeladen werden.
Sie liegt zusammen mit anderen Broschüren zum Velo und Strassenverkehr auch bei uns im Café auf.


Ein Tipp:
Wenn Sie Ihr intaktes Fahrrad nicht mehr benötigen,
geben Sie uns Bescheid (Mail),
denn Flüchtlinge können es brauchen.


®

Der Grün-Donnerstag im 'wici'




Der Gründonnerstag im 'wici'

Es kamen am gestrigen Gründonnerstag etwas weniger Gäste ins Café – war das  Frühlingswetter vielleicht etwas zu schön? Sicher ein gewichtiger Grund war, dass Ostern bei den koptisch orthodoxen Christen – die ihre Feiertage nach dem  julianischen und nicht wie wir, nach dem gregorianischen Kalender datieren – in diesem Jahr genau auf unsere Osterzeitzeit fällt. So fehlten die Besucher aus Eritrea wegen der Karwoche weitgehend.

Denn während der Karwoche wird auch heute noch bei den meisten christlich-orthodoxen Eritreern eine verkürzte siebentägige Fastenzeit eingehalten. Das heisst, man verzichtet auf Alkohol, Siga (Fleisch), Fisch, Milchprodukte, Eier und auf alle weiteren tierischen Produkten. Dazu essen viele in der Fastenzeit erst nach 18 Uhr.

Darum wurden auch die von Vreni mitgebrachten Ostereier (zum gemeinsam „Tütschen“) bedauernd abgelehnt. Doch sie verteilte sie unkompliziert und grosszügig an die Migranten. Die nahmen sie gerne mit nach Hause, um sie dann am Ostersonntag zu essen.

„Esst ihr an eurem 'hamus tsgbo', dem Gründonnerstag etwas Spezielles?“ fragte ich in die Runde. „Vielleicht auch Spinat wie bei einigen von uns?“.

Die Antwort war klar und einstimmig: „Titko“ ein feines Bohnengericht (ähnlich einem Linsengericht bei uns). Kurzentschlossen wurde von Mengsteab eine Portion zum Probieren organisiert. Weil die Bohnen seiner Frau noch nicht gar waren, halt bei Finan, die wohnt doch gleich neben dem Café…
„Alle essen heute „Titko““, beantwortet mir Mengsteab lachend meine Frage, warum er gewusst habe, dass Finan gekochte Bohnen bereit hat.

Am Oster-Sonntag endet das ursprünglich 50-tägige Fasten und es wird gefeiert. Mit scharfem Schaf- oder Ziegenfleisch und allem was den Gaumen erfreut – auch mit Ostereiern.

Gefeiert wird traditionell in weißen Kleidern. Zudem haben viele Frauen sehr schön geflochtene Frisuren, die alle sehr kompliziert aussehen, wie ich mich bei Lula bereits am Gründonnerstag überzeugen konnte.



®