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'wici'-Ausflug 2026 in den Sörenberg

'wici'-Ausflug 2026 
nach Sörenberg-Rossweid

Unser diesjähriger ‘wici’-Ausflug führte uns aus der brütenden Sommerhitze in Willisau hinauf in die angenehme Bergwelt des Sörenbergs. Im angenehm gekühlten Car machten sich 49 Teilnehmende auf den Weg – alles treue Gäste aus dem ‘wici’-Café, begleitet von drei Mitgliedern des Leitungsteams.

Schon beim Einsteigen war die Stimmung hervorragend. Die erwartungsvolle Vorfreude der rund zwanzig Kinder sprang sofort auch auf die Erwachsenen über. Die Fahrt führte gemütlich durch das idyllische Entlebuch und anschliessend durch die eindrückliche Lammschlucht hinauf nach Flühli-Sörenberg.



In dieser engen Schlucht erlebten wir bereits das erste kleine Abenteuer des Tages: Fast zuoberst auf der Lammschlucht-Strasse kam uns ein Postauto entgegen. Zentimeterarbeit war gefragt. Doch die beiden erfahrenen Berufschauffeure meisterten die enge Begegnung ruhig, langsam und mit beeindruckender Sicherheit. Selbst für unseren sympathischen Chauffeur Andre Junod war diese Strecke Neuland. Der ehemalige Berufshelikopterpilot und Skilehrer überzeugte den ganzen Tag mit seiner ruhigen, freundlichen Art und seiner aussergewöhnlichen Rücksichtnahme im Strassenverkehr. Immer wieder fuhr er bei passender Gelegenheit an den Strassenrand, um nachfolgenden Fahrzeugen das Vorbeifahren zu ermöglichen. Herzlichen Dank, Andre – du hast uns sicher und angenehm ans Ziel gebracht!

Nach knapp einer Stunde erreichten wir die Talstation der Rossweid-Gondelbahn. Dank der guten Vorbereitung waren die Tickets rasch organisiert, und schon schwebten unsere Reisegäste während rund sieben Minuten rund 300 Höhenmeter hinauf zum Restaurant Rossweid auf 1465 Metern über Meer.

Eine besonders berührende Begegnung ergab sich für mich während der Gondelfahrt mit einer fünfköpfigen Familie aus Sri Lanka. Für sie war es die erste Fahrt überhaupt mit einem Car und erst recht mit einer Gondelbahn. Anfangs blickten die Eltern noch etwas sorgenvoll aus dem Fenster, während ihre drei kleinen Kinder mit grossen Augen staunten. Schon nach wenigen Minuten wich die Unsicherheit echter Begeisterung – am Ende strahlte die ganze Familie vor Freude. Abwärts ging es dann alleine und ohne anfängliche Angst. Solche Momente bleiben lange in Erinnerung.


 
Oben angekommen erwartete uns das eigentliche Ziel unseres Ausfluges: das Mooraculum, einer der abwechslungsreichsten Natur-Erlebnisplätze der Schweiz. Hier verbinden sich Wasser, Moor, Holz, Naturwissen, Bewegung und Abenteuer zu einem grossen Entdeckerraum mitten in der faszinierenden Moorlandschaft. Alles ist naturnah aus Holz, Stein, Wasser, Erde und Pflanzen gestaltet und vermittelt das Gefühl, sich in einer grossen Forschungswelt unter freiem Himmel zu befinden.

Überall laden Bäche zum Umleiten des Wassers, Holzrinnen zum Experimentieren, Wasserräder zum Antreiben sowie Staudämme zum Bauen ein. Klettertürme, Balancierstrecken und Hängebrücken fördern Mut, Geschicklichkeit und Bewegung.

Von diesem Moment an bekamen wir die Kinder nur noch selten zu Gesicht. Es gab einfach zu viel zu entdecken. Mit grossem Eifer bauten, kletterten, experimentierten und spielten sie so intensiv, dass einige beinahe das mitgebrachte Picknick vergassen. Währenddessen konnten die Eltern entspannt auf Bänken und an Tischen im schattigen Wald verweilen und die angenehme Bergluft geniessen. Bei rund 27 Grad liess sich der Sommertag wunderbar aushalten, während zu Hause in Willisau die Thermometer beinahe die 40-Grad-Marke erreichten.

Am Nachmittag machten sich fast alle – Gross und Klein – auf den etwa einstündigen Sonnentauweg. Dieser einzigartige Erlebnis- und Lernpfad lädt dazu ein, die Moorlandschaft mit allen Sinnen zu entdecken: hören, riechen, fühlen und sogar schmecken.

Die farbenprächtigen Flachmoore beeindruckten mit zahlreichen zarten Blüten und verschiedenen Orchideen. Im Heidelbeer-Hochmoorwald mit seinen knorrigen Bergföhren fühlte man sich zeitweise wie in einer anderen Welt.

An insgesamt 17 Erlebnisstationen erfuhren die Teilnehmenden Spannendes über die Natur, durch die sie gingen. Viele staunten nicht schlecht, als sie erfuhren, dass der Sonnentau eine fleischfressende Pflanze ist, die kleine Insekten fängt. Unterwegs wurden Tierspuren und Tierstimmen entdeckt, Blumendüfte verglichen und barfuss Sand und weiches Moos erlebt. Zwischendurch luden mehrere Hängesessel zum entspannten Verweilen zwischen den Bäumen ein.

Für manche war es zudem das erste Mal, dass sie Skilifte, Schneekanonen oder die eindrücklichen Kiesfelder auf der Rückseite des Brienzer Rothorns aus nächster Nähe sahen. Die Reiseleitung beantwortete dazu gerne zahlreiche Fragen und vermittelte interessante Informationen über die Landschaft und ihre Nutzung.

Viel zu schnell verging der Nachmittag – besonders für die Kinder, die am liebsten noch länger geblieben wären. Im Tal wartete bereits wieder unser angenehm gekühlter Car. Dank der umsichtigen Planung unseres Chauffeurs legten wir vor der Lammschlucht einen kurzen Zwischenhalt ein und konnten die enge Passage diesmal ohne Begegnung mit dem Postauto sicher passieren. Anschliessend führte uns die Heimfahrt durchs Emmental zurück nach Willisau. Mit einigen friedlich schlafenden Kindern – und auch einzelnen Erwachsenen – an Bord verlief die Rückreise ruhig und entspannt.

Am Ende waren sich alle einig: Es war ein grossartiger, abwechslungsreicher und erlebnisreicher Ausflug voller schöner Begegnungen, gemeinsamer Erlebnisse und unvergesslicher Eindrücke – ein Sommertag, der noch lange in bester Erinnerung bleiben wird.







Sommerfest

Ein Sommerfest 
gemeinsam mit dem internationalen Frauentreff Willisau

Das 'willisauer café international' 'wici' und der internationale Frauentreff Willisau luden Menschen aus verschiedenen Kulturen zu einem bunten Sommerfest ein. Über 100 Gäste – Frauen, Männer und Kinder – aus 22 Nationen kamen ins Pfarreizentrum Maria von Magdala, um gemeinsam einen unterhaltsamen Abend zu verbringen.

Damit sich die Teilnehmerinnen, Teilnehmer und Bekannte der beiden Willisauer Integrationsgruppen besser kennenlernten und gleich erste Gespräche miteinander führen konnten, bot ein spannendes Bingo-Spiel den idealen Einstieg. Danach markierten die Gäste aus 22 Ländern markierten auf einer Weltkarte ihre Herkunft – es sah fast so aus, als wäre die ganze Welt in Willisau versammelt. Daneben standen auch verschiedene Ateliers zur Auswahl - und schon bald waren alle mit Filzen, Freundschaftsbändeli knüpfen oder dem Gestalten eines "Freundebuchs" beschäftigt. 
Dabei waren Kreativität und Geschicklichkeit gefragt, und die Zeit verging wie im Flug.

Der Höhepunkt des Abends war schliesslich das reichhaltige internationale Buffet. Viele Frauen hatten gekocht und gebacken und brachten mit Stolz köstliche kulinarische Spezialitäten sowie zuckersüsse Desserts aus ihren Heimatländern mit. Es war erneut ein grosser kulinarischer Genuss und eine überraschende Gaumenfreude mit vielen unbekannten Geschmacksvarianten. Gleichzeitig boten sich zahlreiche Gelegenheiten, sich auszutauschen und unbekannte Menschen aus der anderen Integrationsgruppe kennenzulernen.

Zur Auflockerung wurden einige stimmungsvolle Lieder gesungen.

Besonders gefreut hat uns die Anwesenheit von Stadträtin Karin Wüest, Marianne Bachmann, Koordinatorin der Freiwilligenarbeit im Asyl- und Flüchtlingswesen des Kantons Luzern, sowie Christiane Leão de Castro von der neuen regionalen Anlaufstelle Integration. Mit ihrer Teilnahme unterstrichen sie die Bedeutung der Integration bei der Stadt, der Umgebung und beim Kanton Luzern.

An diesem Abend spielte die Herkunft keine Rolle. Das Gegenüber, das fröhliche Miteinander und die Verständigung über alle Grenzen und Kulturen hinweg standen im Vordergrund und berührten die Herzen von Klein und Gross, von nah und fern.

Den beiden Organisatorinnen Ruth Chappuis und Vreni Barmettler sowie den vielen fleissigen Helferinnen und Helfern gebührt ein herzlicher Dank für diesen sehr erfolgreichen, unterhaltsamen und gelungenen internationalen Abend.