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'willisauer café international'
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Veranstaltungs-Hinweis: Internationaler Frauentreff Willisau


Veranstaltungs-Hinweis:

Internationaler Frauentreff Willisau:
Am kommenden Donnerstag findet 
(nebst dem 'wici am Nachmittag) 
am Abend auch der nächste 
internationale Frauentreff Willisau statt!


Zu diesem Frauentreff-Abend schreibt Karin:

 Passend zur Fasnachtszeit verbringen wir einen lustigen Abend mit einfachen Spielen als Gruppe – Spiel und Spass. Wer möchte, darf gerne kostümiert kommen. Wir freuen uns auf verkleidete Frauen, aber auch ohne Verkleidung bist du herzlich willkommen. Bring gute Laune mit! Melde dich, wenn du einen Kuchen oder ein süsses Gebäck mitbringen möchtest. Nach dem Spiel gibt es Tee, Kaffee und Fasnachts-Chüechli.
Wir treffen uns am Donnerstag, 13. Februar um 19.30 Uhr im Haus Zehntenplatz 2 in Willisau.

Kontakt zum Frauentreff: Karin.Leichtle@vwil.ch


(KL)

Willisau von oben - Bericht



Willisau besser kennenlernen.
Mit dieser Veranstaltungsreihe möchte das ′wici′ seinen Besuchern den Wohnort näher bringen. Denn heimisch fühlt man sich doch dort, wo man nicht fremd ist 
– wo man sich auskennt.

Den Anfang dieser monatlichen Entdeckungsreise machte unter dem Titel Willisau von oben ein Besuch der katholischen Kirche.

Einmal auf dem Kirchturm stehen oder die mächtigen Glocken und das grosse Uhrwerk sehen – das wünscht sich wohl mancher. Wie viele Pfeifen hat die Orgel und warum hat die Kirche eigentlich zwei Kirchtürme?
Diese und viele weitere Fragen beantwortete die Kirchenratspräsidentin Evelyne Huber-Affentranger auf ihrer interessanten und unterhaltsamen Führung durch das riesige Gotteshaus.


Zuerst erfuhren wir etwas aus der Geschichte – zum Beispiel, dass es vier kleinere Vorgängerkirchen gab, bevor der heutige Kirchenbau zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstand. Oder, dass der Turm aus dem 13. Jh. heute das älteste Gebäude von Willisau ist. Auch, dass er dreimal neu aufgebaut werden musste, bis die Mauern dick und stabil genug waren. Überrascht hat auch, dass die heutige Kirche 1′000 Personen Platz bietet.
Dann ging es hinauf zur Orgel. Vor uns 3500 Pfeifen. Die Kleinsten, nur gerade ca. 4 cm gross, waren unsichtbar. Die grössten, bis fünf Meter hoch, beeindruckten dafür umso mehr, wenn man sie von so nahe bestaunen kann.

Über ein schmale, steile Treppe im fast 700 Hundert Jahre alten Turm ging es vorbei am stillgelegten Uhrwerk. Seine schweren Gegengewichte aus grossen runden ′Bach-Steinen′ mussten damals einmal täglich von starken Armen aufgezogen werden.

Und schon standen wir unter einem wunderbaren Dachgebälk über einem riesigen Estrich. “Hier spielen wir Fussball” scherzte die Kirchenpräsidentin. “Oder wir Ringen im grossen Sandkasten”, sagte sie verschmitzt. Denn wir standen vor einer grossen, mit Sand gefüllten Holzkiste. Sie müsste allenfalls die herabfallenden eisernen Antriebsgewichte der neuen Turmuhr sicher auffangen, damit sie nicht durch die Decke die Kirchenbesucher gefährden könnten. “Aber passiert ist das in den fast einhundert Jahren des neuen Turms noch nie”, sagte Frau Huber nach einer eindrücklichen Demonstration der Durchschlagskraft dieser schweren Eisenteile.

  

Nun ging es einen Stock höher zu einem gläsernen Schrank, der einer Seilbahngondel gleicht. Darin das aktuelle Uhrwerk – ein imposantes Räderwerk mit elektrischem Aufzug und von Frankfurt aus Zehntelsekunden genau funkgesteuert.
Und wieder eine lange Treppe. Kopf einziehen, und dann standen wir im Glockenturm. Hier zog die kalte Bise. Die Taufglocke hängt schon seit 1400 in Willisau und darum erklingt sie nicht mehr täglich. Zum Geläut gehören eine historische und 4 moderne Glocken. Dazu kommt noch die grosse Wetterglocke, mit Schlagton b – 3'264 kg schwer und mit einem Durchmesser von 1.8 Metern. Sie wird auch heute noch bei einem nahenden Gewitter mit Hagel “Sturm” geläutet. Das soll den Hagelschaden in Grenzen halten. Eine wichtige Aufgabe für den Verantwortlichen. Diese Glocke hat einen mächtigen Schlag. Bereits wenn von Hand der Klöppel auf die Glocke triff, erbebt man – innerlich – denn zum Glück hatten wir die Ohren zugehalten.

Dann kam der Schritt nach draussen. Für einige eine Herausforderung - auf einer Höhe von 35 Metern. Die absolut sichere Plattform geht rund um den Turm. 360°-Blick über die Landschaft Willisau. Auf das Schlossfeld mit seinen zahlreichen Schulanlagen, vom Kindergarten bis zur Matura. In und über die Altstadt bis hin zum Santenberg. 


Nun schweifte der Blick über das herrliche, mit Biberschwanz gedeckte Kirchendach, zum grazilen etwas verdeckten alten Kirchturm. Und weiter zu den beiden schlanken Kränen der Baustelle “im Grund” – einem Millionen-Projekt mit dem neuen Pfarreiheim, Kindergärten, Tagesheim und Wohnungen – bis hin zur Honegg mit der wunderbaren mächtigen Winterlinde. Sie steht mit ihren fast 500 Jahren dem Kirchturm in puncto Alter und Würde nicht viel nach.
Wie niedlich sah von hier oben alles aus. Klein, fein, schon fast ein wenig idyllisch. Ich denke, allen wurde bewusst: Wir leben an einem sehr schönen Ort.


Zwei mächtige Schläge der Turmuhr erschreckten uns ein wenig und mahnten zum Gang nach unten. Dieses Mal durch den neuen Kirchturm. Die Treppen wurden breiter und schon bald standen wir in der Kirche hinter dem Altar. Auch das ein Privileg, das nur dank der Führung möglich war. Nach einigen Erklärungen zum Innenraum, den Besonderheiten und den wundervollen Bildern an der Decke ging die Führung dem Ende entgegen.

Ganz herzlichen Dank, 
Eveline, dass du dem ′wici′ diesen interessanten Einblick in das imposanteste Gebäude von Willisau ermöglicht hast – und das erst noch unentgeltlich. Auch das wieder eine Wertschätzung der kath. Kirchgemeinde Willisau für unsere Integrationsarbeit.

Übrigens, 
das habe ich noch fast vergessen:
Der zweite Kirchturm wurde notwendig, weil durch die letzte Vergrösserung des Kirchenhauses, der alte Kirchturm zum Teil verdeckt wurde und das Glockengeläut nicht mehr von allen Willisauern gehört werden konnte. Auch nicht die eindrückliche Wetterglocke - auf die wir nun besonders achten werden.


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Willisau von oben

Willisau von oben

Im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe:
'Willisau besser kennenlernen'
besichtigen wir mit Eveline Huber
die katholische Kirche
und steigen auf den Kirchturm
 



Schaue von oben auf das Städtli Willisau
und erfahre mehr über die katholische Kirche

Mittwoch, 29. Januar 2020

    Treffpunkt: 15 Uhr (Bitte pünktlich!)

    Wo: Bei der kath. Kirche Willisau (Müligass 6)
    Kinder: ab 5 Jahren dürfen auch kommen
    Anziehen: gute Schuhe – warme Kleider
    Dauer: ca 1.5 Stunden
 

Die Besichtigung ist konfessionell neutral 
und für alle Glaubensrichtungen interessant!


Komm auch – mach mit!

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Zeitungsbericht über Natnael aus Willisau


Zeitungsbericht:  
«Die Geschichte einer gelungenen Integration» 

Dem 22-jährigen Eritreer Natnael aus Willisau wird im  Oberwiggertaler′, der grössten Wochenzeitung der Region, in der letzte Ausgabe des vergangenen Jahres die Frontseite gewidmet. Natnael ist der Sohn unseres langjährigen ′wici′-Café-Chefs Mengsteab und seiner Frau Abrhet.
 
Unter dem Titel: «Die Geschichte einer gelungenen Integration» beschreibt Achim Grüter in seinen lesenswerten Bericht die Beweggründe, dass Natnael mit seiner Familie aus Saudi-Arabien, wo er geboren wurde, 2011 in die Schweiz kam.  
Der damals 14-Jährige, der bei seiner Ankunft kein Wort Deutsch konnte, besuchte dann trotz sprachlicher Schwierigkeiten während drei Jahren die Sekundarschule in Willisau. Da nütze ihm weder seine Muttersprache Tigrinya, noch das Arabisch seines Herkunftslandes oder das gelernte Englisch seiner früheren Schule. Er musste zum Schulstoff noch Hochdeutsch lernen. Nach dem Brückenangebot und einem Praktikum bei der Caritas konnte Natnael glücklicherweise eine dreijährige Lehre als Produktionsmechaniker bei der Firma Hunkeler AG in Wikon absolvieren. Übrigens, der erste geflüchtete Lehrling in dieser Firma. Ein mutiger Schritt, der sich gelohnt hat. Denn Natnael bedient nun die Drehmaschine zur hohen Zufriedenheit aller. Darum stellte ihn die Firma Hunkeler im Sommer, nach dem erfolgreichen Abschluss der Lehre, fest an.

Natnael ist – wie auch seine ältere Schwester Yohana, die eine abgeschlossene Ausbildung in der Pflege hat und mit einem Schweizer verheiratet ist – ein gutes Beispiel dafür, dass auch bei Eritreern, die mit ihren Eltern als Teenager in die Schweiz gekommen sind, eine gute Integration und der Eintritt ins eigenständige Erwerbsleben möglich ist. Dafür braucht es grossen Willen und viel Einsatz der Geflüchteten, ein gutes Umfeld – und Arbeitgeber, die diesen Personen eine Chance geben.
Nach den Erfahrungen mit Natnael sagt Herr Egli, der Leiter der Berufsbildung bei der Hunkeler AG dazu: «Ich würde dieses Wagnis, wenn man denn von Wagnis sprechen will, sofort wieder eingehen».

Den lesenswerten Zeitungsbericht – und auch, warum Natnael nicht mit auf die Lehrlingsreise nach Dachau durfte – kann man HIER  online lesen.


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