und eine Chronik der wichtigsten
'wici'-Ereignisse der letzten Jahre finden Sie HIER
Nehmen Sie mit uns Kontakt auf:
Das wöchentliche Integrations- und Begegnung-Café für unterhaltsame Gespräche, Informationen und Kontakte über alle Sprach- und Landesgrenzen hinaus.
locker - lustig - lässig
KOMM AUCH - MACH MIT
______________________


Ein Sommerfest
gemeinsam mit dem internationalen Frauentreff Willisau
Das 'willisauer café international' 'wici' und der internationale Frauentreff Willisau luden Menschen aus verschiedenen Kulturen zu einem bunten Sommerfest ein. Über 100 Gäste – Frauen, Männer und Kinder – aus 22 Nationen kamen ins Pfarreizentrum Maria von Magdala, um gemeinsam einen unterhaltsamen Abend zu verbringen.
Damit sich die Teilnehmerinnen, Teilnehmer und Bekannte der beiden Willisauer Integrationsgruppen besser kennenlernten und gleich erste Gespräche miteinander führen konnten, bot ein spannendes Bingo-Spiel den idealen Einstieg. Danach markierten die Gäste aus 22 Ländern markierten auf einer Weltkarte ihre
Herkunft – es sah fast so aus, als wäre die ganze Welt in Willisau
versammelt. Daneben standen auch verschiedene Ateliers zur Auswahl - und schon bald waren alle mit Filzen, Freundschaftsbändeli knüpfen oder dem Gestalten eines "Freundebuchs" beschäftigt.
Dabei waren Kreativität und Geschicklichkeit gefragt, und die Zeit verging wie im Flug.
Der Höhepunkt des Abends war schliesslich das reichhaltige internationale Buffet. Viele Frauen hatten gekocht und gebacken und brachten mit Stolz köstliche kulinarische Spezialitäten sowie zuckersüsse Desserts aus ihren Heimatländern mit. Es war erneut ein grosser kulinarischer Genuss und eine überraschende Gaumenfreude mit vielen unbekannten Geschmacksvarianten. Gleichzeitig boten sich zahlreiche Gelegenheiten, sich auszutauschen und unbekannte Menschen aus der anderen Integrationsgruppe kennenzulernen.
Zur Auflockerung wurden einige stimmungsvolle Lieder gesungen.
Besonders gefreut hat uns die Anwesenheit von Stadträtin Karin Wüest, Marianne Bachmann, Koordinatorin der Freiwilligenarbeit im Asyl- und Flüchtlingswesen des Kantons Luzern, sowie Christiane Leão de Castro von der neuen regionalen Anlaufstelle Integration. Mit ihrer Teilnahme unterstrichen sie die Bedeutung der Integration bei der Stadt, der Umgebung und beim Kanton Luzern.
An diesem Abend spielte die Herkunft keine Rolle. Das Gegenüber, das fröhliche Miteinander und die Verständigung über alle Grenzen und Kulturen hinweg standen im Vordergrund und berührten die Herzen von Klein und Gross, von nah und fern.
Den beiden Organisatorinnen Ruth Chappuis und Vreni Barmettler sowie den vielen fleissigen Helferinnen und Helfern gebührt ein herzlicher Dank für diesen sehr erfolgreichen, unterhaltsamen und gelungenen internationalen Abend.
Ein Bring- und Hol-Markt
Der Vorschlag kam aus dem Leitungsteam. Ich war zuerst etwas skeptisch - obwohl wir schon einmal vor ziemlich genau sieben Jahren erfolgreich eine ähnliche Kleiderbörse durchgeführt hatten.
Doch damals waren die Verhältnisse ganz anders. Das «wici»-Café hatte 2019 wöchentlich noch rund dreimal mehr Gäste – fast alles Geflüchtete, die erst seit kurzer Zeit in der Schweiz waren. Sie waren froh um gespendete Kleidungsstücke, das Geld war besonders knapp und zum Anziehen hatten viele nur das Nötigste.
Die heutige Gästeschar des Cafés ist eine andere. Mütter, die zum Teil arbeiten, oder deren Männer, die einen Lohn beziehen. Nur noch sehr wenige sind vom Sozialamt abhängig und viele haben inzwischen vieles angeschafft, was man zum Leben braucht.
Es ging ja nicht nur darum, dass Sachen gebracht wurden – wichtig war für mich auch, dass jemand sich daran bediente. Sonst ist es frustrierend, wenn man am Ende alles wieder nach Hause tragen muss.
Aber selbstverständlich wollten wir es wagen.
Ganz ohne Geld – einfach schöne und sinnvolle Dinge bringen, aussuchen, probieren und mitnehmen.
Nicht nur Kleider, sondern alles, was jemand vielleicht brauchen könnte. Zuerst einmal im kleineren Kreis mit den 'wici'-Gästen, ohne weitere Bekanntmachung oder zusätzliche «Spenden» aus der Bevölkerung.
Und wir wurden wieder einmal gewaltig überrascht.
Schon bald mussten die Auslagetische zusammengerückt und mehrere zusätzliche Tische aufgestellt werden. Zum Glück hatten wir einen grösseren Saalanteil im Pfarreizentrum reserviert – und auch bekommen. Danke!
Mit Taschen und Schachteln beladen kamen unsere Gäste besonders zahlreich, darunter sogar einige neue Personen, die wir noch nie gesehen hatten.
Etwas, das uns besonders gefreut!
Nach anfänglicher Schüchternheit wurde es immer lebendiger in unserem Markt. Es wurde probiert, angepriesen und gelobt. Ich behaupte, dass alle etwas gefunden haben und bei allen Spendern vieles «wegging» – bei einigen mehr, bei anderen etwas weniger. Nebst vielen schönen und gepflegten Kleidern für Gross und Klein kamen auch sehr viele Spielsachen, Kinderbücher und Haushaltsgegenstände zusammen. Zum Teil neuwertig, weil vielleicht unpassend gekauft oder nur an Sonntagen getragen.
Sogar ich habe mich bedient, als der Markt sich dem Ende zuneigte: ein dickes Hemd und eine warme Wolljacke.
Ich muss zugeben: Im ersten Moment waren es nicht die Muster in Brauntönen, die ich sonst trage. Aber jetzt kann ich es kaum erwarten, im kommenden Winter einmal etwas anderes zu tragen.
"Beides stammt von meinem Vater", sagte mir die sympathische Naomi mit strahlenden Augen und grosser Freude. Sie freue sich sehr, dass diese gut erhaltenen Kleidungsstücke nun weitergetragen würden und sie genau wüsste, von wem sie künftig getragen würden.
Das war überhaupt eine Besonderheit gegenüber dem Brocki: Man wusste, von wem etwas kam und wer es später brauchen würde. Ein zusätzliches Glücksgefühl, das ich auch bei meinen mitgebrachten Sachen empfunden habe.
Am Ende luden wir noch die Kinder der angrenzenden Tagesstruktur ein, weil noch einige Kinderbücher und Spielsachen übrig waren – und schwupps, war alles weg! Manche Mutter staunte sicher, dass ihr Kind am Abend nebst Spielsachen auch noch T-Shirts, Pullover oder Hosen mit nach Hause brachte, die ihm besonders gefallen hatten.
Der Markt war ein überraschender Erfolg – die Begeisterung und Freude war allen anzusehen und wurde auch immer wieder geäussert. Also doch ein gelungener Anlass.
Wir werden ihn im Herbst wiederholen und vielleicht wird er zu einem jährlichen Bestandteil unserer Veranstaltungen im Café.
Besten Dank an alle, dass ihr so toll mitgemacht habt.
Als Ostern vor der Tür stand, wurde im 'wici'-Café wieder einmal mit viel Freude gebastelt. Nach den liebevoll gestalteten Hühnern zur Dekoration im letzten Jahr, stand diesmal etwas Neues auf dem Programm: selbstgemachte Tischsets. Ob geflochten in schlichten, neutralen Farben oder bunt bemalt mit fröhlichen Ostermotiven – der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt.
Während zweier 'wici'-Nachmittage waren die zahlreichen Gäste auf unterhaltsame Weise künstlerisch tätig. Es wurde konzentriert gemalt, geschickt geflochten und zwischendurch immer wieder herzlich gelacht. Besonders die vielen Kinder hatten riesigen Spass: Mit grosser Begeisterung arbeiteten sie an ihren kleinen Kunstwerken, gaben sich viel Mühe und strahlten vor Stolz, wenn ihr Werk gelungen war und von allen Seiten gelobt wurde.
Am Ende nahmen die Anwesenden ihre sauber laminierten Tischsets stolz mit nach Hause – oft gleich ein ganzes Set für jedes Familienmitglied. So entstanden nicht nur schöne Erinnerungsstücke, sondern auch ganz persönliche Kunstwerke für den Alltag.
Eindrücklich war auch, wie sich ganz nebenbei Gespräche entwickelten: über die Bedeutung von Ostern in verschiedenen Religionen, über Traditionen und Gemeinsamkeiten. Besonders spannend war der Austausch darüber, wie auch muslimische Familien mit ihren Kindern Ostern auf ihre eigene Weise erleben – oft mit kleinen Geschenken, damit die Kinder sich nicht ausgeschlossen fühlen. Dabei auch offen über Erlebnisse und Gedanken gesprochen - und das in einer fröhlichen Runde.
Diese Nachmittage waren geprägt von Gemeinschaft, Austausch und gegenseitiger Wertschätzung. Alle waren sich einig: Solche Bastel- und Malnachmittage sollen bald wieder stattfinden. Denn sie bringen Menschen zusammen – kreativ, herzlich und verbindend.
Preisübergabe durch Jasmin Hunkeler
von der Mobiliar-Versicherung
Picknick in der Breiten
Es kamen erfreulich viele zu unserem Picknick – obwohl die äusseren Umstände nicht perfekt waren: Viele Wespen wurden befürchtet, und zudem fand noch der traditionelle Willisauer-Lauf im Städtli statt, bei dem besonders viele Kinder in ihren Kategorien um die Wette rennen. Unvorhersehbar kam noch ein Gedenkanlass zu Ehren einer in Eritrea verstorbenen Mutter hinzu, der an diesem Samstag von der grossen eritreischen Diaspora traditionell begangen wurde.
Aber trotzdem wurde es ein toller Anlass im schönsten herbstlichen Sonnenschein – mit viel Spass, herzlichen Begegnungen und gutem Essen, das jeder für sich mitbrachte. Von meiner traditionellen Grillwurst mit Brot bis hin zu mehrgängigen Grillmenüs mit Vorspeise, Salat, Gemüse, Dessert und Früchten gab es die unterschiedlichsten Varianten des Mittagessens. Dabei wurde zum Teil schon zu Hause viel vorbereitet, und beispielsweise stand Avash dann doch noch etwa zwei Stunden am Grill, damit ihre Familie, wie immer, über lange Zeit grossartig verwöhnt werden konnte. Natürlich gab es von ihr auch für uns immer wieder feine «Probiererli».
Jamil, unser zuverlässiger Kaffee-Chef, war natürlich auch an diesem Anlass als Erster auf dem tollen Spiel- und Picknickplatz in der Breiten ausserhalb von Willisau. Als ich frühzeitig ankam, waren bereits zwei der massiven Holztische reserviert und die beiden grossen Feuerstellen zum Anzünden bereit, mit Holz bestückt.
Nach und nach trafen die übrigen 'wici'-Besucher und zahlreiche Kinder ein, die sich neben dem Essen stundenlang auf den Spielgeräten und am Wasser beschäftigen konnten. Aber auch den Erwachsenen wurde nicht langweilig – neben Grillieren und Essen wurde natürlich auch geschwatzt und gelacht, und einige spielten noch gemütlich eine Runde Karten.
Das vom 'wici' gespendete Glacestängeli brachte dann (fast) alle nach dem Essen nochmals zusammen, damit noch ein Gruppenfoto gemacht werden konnte.
Zufälligerweise war auch noch Jan, eines der Gründungsmitglieder von 'wici', auf dem Platz eingetroffen. Ein grosses Hallo. Zu seinem Bedauern hat er nur noch selten Gelegenheit, uns zu besuchen, denn seine Arbeit und sein nebenbei betriebenes Handelsgeschäft mit selbst hergestelltem heimatlichem Käse und weiteren Spezialitäten aus Syrien sind erfolgreich und fordern fast seine gesamte Freizeit.
Es ist schön, einmal mehr zu erfahren, dass es mit Willen, Fleiss und guter Integration möglich ist, auch nach einer Flucht hier erfolgreich zu sein.
So verging die Zeit wie im Flug: Einige machten sich am Nachmittag zufrieden auf den Heimweg, andere beklatschten und motivierten frenetisch die Läufer der grossen Laufrunde auf dem zweitletzten Kilometer vor dem Ziel. Besonders im hinteren Viertel der müden Läuferschar bedankten sich nicht wenige für die tolle Motivation mit einem dankbaren Lächeln oder einem Winken.
Damit ging ein weiterer erfüllender und angenehmer 'wici'-Nachmittag (ohne Wespenstiche) glücklich zu Ende.
Picknick
Das ′wici′ macht wieder ein gemütliches Picknick in der Breiten Willisau.
Man kann zu Fuss dorthin wandern, mit dem Velo/Fahrrad kommen
oder mit dem Bus (Postauto) fahren.
Die Kinder können an Spielgeräten und am Bach mit Wasser spielen.
Es gibt Feuerstellen (Grill), Trinkwasser und ein WC.
Man kann kommen und gehen wann man möchte.
Jeder bringt sein Essen und Trinken im Rucksack selbst mit.
Man muss sich nicht anmelden.
Wann:
Samstag, 20. September 2025
Verschiebedatum (wenn schlechtes Wetter): Wird später mitgeteilt.
Zeit:
ab ca. 11 Uhr bis … ?
Wo:
Feuerstelle Breiten, Willisau
mit Kinderspielplatz, Grill, WC, Trinkwasser, Tische/Bänke
Wie:
Wandern:
Treffpunkt: 10.30 Uhr am Zehntenplatz
entlang dem Fluss Enziwigger (ca. 3 km / ca. 40 Min. / Kinderwagen OK)
Bus 272:
Zehntenplatz ab 11:08 / 12:08 usw. Richtung Hergiswil bis Breiten
Velo:
dem Fluss Enziwigger entlang Richtung Hergiswil (ca. 3 km / ca. 10-15 Min
Mitnehmen:
Picknick
Essen und Getränke aus dem Rucksack
Eventuell Badekleider oder Ersatzwäsche für die Kinder (Wasser!)
Kosten:
Keine Kosten
(Das Bus-Ticket muss man selber bezahlen!)
Rückweg:
nach Willisau: zu Fuss, mit dem Velo –
oder mit dem Bus um: 14:40 / 15:40 / 16:40 Uhr
Komm auch – mach mit!
Wir freuen uns auf dich.
Danke!
Dass du andere über unseren Anlass informierst
und unseren Flyer weiterverbreitest.
Am vergangenen Donnerstag feierten wir im 'wici'-Café das zehnjährige Bestehen des ehrenamtlichen Projektes 'willisauer café international'.
Der Rahmen der Feier war bescheiden, ohne das auffällige Catering, das dem grossen Anlass im grossen Saal nebenan galt.
Aber auch bei uns gab es selbstverständlich etwas zu trinken und zu essen – Kaffee und feines Gebäck.
Seit einem Jahrzehnt lädt das öffentliche wöchentliche 'wici'-Café Menschen unterschiedlichster Herkunft ins Pfarreizentrum Willisau ein. Dort entstehen Kontakte, Gespräche und ein lebendiger Dialog – ungezwungen, offen und herzlich.
Im Rückblick standen vor allem die beliebtesten Aktivitäten der vergangenen Jahre im Mittelpunkt: Wir erinnerten uns gerne an die gemeinsamen Ausflüge in die farbenfrohe Kristall-Grotte und auf den hohen Stoss mit der wackeligen Hängebrücke, in den Goldauer-Tierpark und den Basler Zoo oder auf den Ballenberg mit seinen historischen Häusern oder das Kloster Einsiedeln. Auch die vielen abwechslungsreichen öffentlichen Anlässe gaben viel zu reden – das wunderbare Märchencafé, das sehr erfolgreiche Konzert mit dem Projektchor oder das Spielfest und viele weitere, oft in Zusammenarbeit mit dem internationalen Frauentreff Willisau.
Immer wieder wurden auch die unzähligen gemütlichen Stunden im Café selbst genannt, die für viele zu einer regelmässigen Abwechslung im Alltag geworden sind. Es wird geschätzt, dass alle ungezwungen willkommen sind und man geniesst, dass viel gelacht, diskutiert und erzählt wird. Manchmal entstehen auch sehr informative Gespräche und persönliche Hilfestellungen. Das Café war und ist stets ein Ort, an dem Fragen willkommen sind und jeder Mensch gehört und geschätzt wird.
Fast vergessen gingen die vielen gut besuchten Informationsveranstaltungen, das erfolgreiche Veloprojekt, die Hilfe bei Wohnungs-Problemen und die zahlreichen Deutsch-Angebote.
Wer sich einen detaillierten Überblick über die Entstehung und Entwicklung des 'willisauer café international' verschaffen möchte, findet eine ausführliche Chronologie auf unserer Webseite: Wer/was sind wir
Dieser jahrelange Erfolg des 'wici'-Projektes ist nur möglich dank der tausenden Besucherinnen und Besucher, die das Café während eines Jahrzehnts belebt haben. Ebenso wichtig sind die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, deren Engagement das 'wici' über die Jahre zu dem gemacht hat, was es bisher war und heute ist.
Ein grosser Dank gilt auch der Katholischen Kirchgemeinde, die seit Beginn die Räumlichkeiten für unser Projekt unentgeltlich zur Verfügung stellt, sowie den Behörden, die das Projekt immer dann unterstützt haben, wenn Hilfe nötig war.
Die Projektleitung – und sicher auch die Gäste und Nutzerinnen und Nutzer – freuen sich auf eine weitere erfolgreiche Zukunft des 'wici'.